Altschuhe, Aufsaug- und Filtermaterialien, Wischtücher und Schutzkleidung mit schädlichen Verunreinigungen (Sonderabfall)
Die in Deutschland gesammelten Altkleider (ca. 500.000 t/p.a.) werden zu 2/3 händisch nachsortiert und zu 1/3 unsortiert als Original-Sammelware nach Osteuropa exportiert.
Bei der Sortierung entstehen:
- ca. 40% tragbare Gebrauchtkleider (Export nach Osteuropa und Afrika, sehr gute und modische Ware geht in den europäischen Markt)
- ca. 35% Rohstoff für die Putzlappenindustrie (Weiterverarbeitung in Maschinen- und Automobilindustrie)
- ca. 10% Rohstoff für die Vliesindustrie (Wiedereinsatz in Spinnereien und Webereien)
- ca. 5% Rohstoff für die Papierindustrie (z.B. für Dachpappen)
- ca. 10% Restabfall zur Entsorgung
Nach statistischen Untersuchungen haben Altkleider noch 60% ihrer Lebensdauer vor sich, wenn sie in die Altkleidersammlung (oder die Mülltonne) gegeben werden.
Alttextilien sind ein weltweites Handelsgut. Der Marktpreis wird hier insbesondere durch den Preis für Primärfasern und die Preise für neue Kleidung (Neuware) bestimmt.
Auch die caritativen Sammler bedienen sich gewerblicher Sortierbetriebe und Handelsfirmen.
Es gibt deutliche Qualitätsunterschiede zwischen Stadtware und Ware aus ländlichen Regionen: So sind Altkleider aus Hamburg und München besonders begehrt, weil hochwertig.
Straßencontainer oder Sacksammlung
bei großen Anfallmengen in Unternehmen:
Container (geschlossene)
Gute gebrauchte Kleidung an caritative Kleiderkammern verschenken, die die direkt Bedürftige einkleiden.
Je nach Marktlage treten immer wieder gewerbliche Sammler auf, die eine Haussammlung durchführen. Häufig übersieht man auf den Handzetteln oder Sammelsäcken den kleingedruckten Hinweis auf den gewerblichen Charakter der Sammlung.
Gewerbliche Sammler stellen auch z.B. auf Parkplätzen von Einkaufszentren kostenlos Container für die Sammlung von Alttextilien und Altschuhen auf. Teilweise bezahlen die Sammler sogar eine geringe Pauschale für die Stellfläche.